Wie Journalisten zu Terroristen werden-Ein Überblick zur Situation der Presse in der Türkei

Von Devris Çimen, Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit

Die AKP-Regierung verstärkt in der Türkei und international ihre Strategie der Einschüchterung und Disziplinierung und zwingt die Medien zu Selbstzensur. Der Druck auf die Medien ist nicht erst seit dem Gezi-Aufstand gestiegen, sondern bereits nach dem Machtantritt der AKP. Die Proteste in Istanbul und zahlreichen anderen Städten zeigen, wie umfassend der Einfluss der AKP-Regierung besonders auf die Fernsehsender ist. Die Mainstream-Sender wie z.B. NTV, CNN-Türk und HABERTÜRK  blieben stumm und zeigten alles andere als die aktuellen Ereignisse. Als aber Erdogans Verbündeter, der Muslimbruder Mursi, entmachtet wurde, berichteten diese Sender ausführlich über die Demonstrationen gegen das Militär in Ägypten.

Seit ihrem Machteintritt hat die AKP-Regierung zahlreiche Instrumente zur systematischen Kontrolle der Medien eingeführt. Vor allem mit der Novellierung des Strafgesetzbuches im Jahr 2005 und den Änderungen im „Gesetz zur Terrorismusbekämpfung“ wurde die Arbeit der kritischen JournalistInnen erheblich erschwert.

Hier weiterlesen

Comments are closed.