Archive for April, 2012

Signing online of the declaration: DECLARATION OF THE ALTERNATIVE WORLD WATER FORUM

Sunday, April 22nd, 2012

To read the declaration, that took place in Marseille, 14 – 17 march 2012, and to sign onCLICK HERE

Poster: What you environmentalists have got to understand is the destruction of the planet may be the price we have to pay for a GREEN ECONOMY

Sunday, April 22nd, 2012

Munduruku-Häuptling berichtigt Farce um REDD-Vertrag mit Celestial Green Ventures

Thursday, April 19th, 2012

Ein Bericht von Rebecca Sommer
(Übersetzung von ASW)

Die Nachricht löste rund um die Welt eine Welle von Schlagzeilen aus: Angeblich hatte das im Bundesstaat Pará in Brasilien lebende indigene Volk der Munduruku einen REDD-Vertrag mit Celestial Green Ventures geschlossen. Aber es war kein gemeinschaftlicher Vertragsabschluss seitens der Munduruku, zu denen heute 13.000 Menschen zählen. Dies fand ich während meines zweieinhalb-monatigen Aufenthalts in Pará anlässlich von Nachforschungen zum Großprojekt Belo Monte heraus.

Ich sprach mit meinem Kollegen Marquinho Mota von der brasilianischen Nichtregierungsorganisation FAOR, der dort für Menschenrechte und Klimagerechtigkeit zuständig

Munduruku (Foto © Rebecca Sommer)

Munduruku (Foto © Rebecca Sommer)

ist. Er berichtete mir, dass die Munduruku sehr verstört seien über die Nachricht, dass ein Vertrag unterschrieben worden sei. Interessanterweise fand ich zum gleichen Zeitpunkt drei weitere von Indigenen aus der Region Altamira unterzeichnete REDD-Verträge vor, allesamt abgeschlossen mit dem Kriminellen Benedito Milenio Junior. Benedito unterschrieb nicht im Auftrag seines Unternehmens, sondern als Einzelperson ohne jegliche Berechtigung durch die Firma, die er gegenüber den indigenen Führern zu vertreten vorgab.

Mehrheit der Munduruku gegen Vertrag

Alles habe damit begonnen, so berichtet ein indigener Führer aus einem der 120 Munduruku-Dörfer, dass Vertreter der Celestial Green Ventures mit einem REDD-Projekt auf sie zukamen. Das war bei einem Treffen im Gemeindehaus von Jacareacanga im August 2011. Häuptling Osmarino Mohoari Munduruku sagt weiter, dass Gemeinderäte und Vertreter der Indigenenbehörde FUNAI anwesend waren. Die meisten Munduruku waren gegen das Konzept des Projekts, und deshalb entschieden sie, den Vertrag abzulehnen. Osmarino Mohoari Munduruku erinnert sich, dass die Munduruku-Krieger die Vertreter des Unternehmens beinahe tätlich angegriffen hätten. Celestial Green Ventures informierte alle Anwesenden, dass zwei andere Völker ähnliche Abkommen unterzeichnet hätten.

Munduruku (Foto © Rebecca Sommer)

Munduruku (Foto © Rebecca Sommer)

Was als nächstes passierte ist die traurige Realität so vieler REDD-Projektverträge, die von Indigenen abgeschlossen wurden, die nicht die legitimierten Vertreter des Volkes sind, das sie vorgeben zu repräsentieren. Osmarino Mohoari Munduruku berichtet, dass nach dem REDD-Treffen 12 Personen, darunter Munduruku ohne jegliche Vertretungsberechtigung, nicht-indigene Berater und Vertreter des Gemeinderats, eine geschlossene und geheime Sitzung in einem Hotel abhielten, wo der Vertrag unterschrieben wurde. „Die Häuptlinge waren gegen den von dem Unternehmen vorgeschlagenen Kohlenstoffzertifikatshandels, aber einige indigene und nicht-indigene Vertreter des Gemeinderats haben unterzeichnet“, erklärt Osmarino Mohoari. „Wir wussten nichts davon. Wir erfuhren von dem unterschriebenen Vertrag durch das Internet.“

„Der Vertrag war kompletter Wahnsinn, wir konnten es nicht glauben als wir ihn schließlich zu lesen bekamen“, sagt Marquinho Mota von FAOR. „Der Vertrag, der von ein paar Einzelpersonen und Regierungsvertretern ohne die vorherige Unterrichtung und freiwillige Zustimmung der Munduruku unterzeichnet wurde, erlaubt dem Unternehmen Celestial Green Ventures die vollkommen ungehinderte und unbegrenzte Nutzung des indigenen Landes für eine Dauer von 30 Jahren.“

In einem Interview mit dem Menschenrechtsinstitut Unisinos benennt Osmarino Mohoari Munduruku die Konsequenzen für seine Gemeinschaft: „Meiner Meinung nach ist dieses REDD-Projekt schlecht, weil es uns für die nächsten 30 Jahre verbietet zu jagen, zu sammeln, zu pflanzen oder zu fischen oder Holz zu schlagen, wenn wir es brauchen.“ Das Unternehmen Celestial Green Ventures bot den Munduruku 120 Mio. Dollar für das REDD-Projekt. Unklar ist, ob Zahlungen erfolgten und wenn ja, an wen sie gemacht wurden. Laut Osmarino wird vermutet, dass die indigene Organisation Pusuru (Associação Indígena Pusuru) die Zahlungen erhalten soll. Ob das allerdings schon geschehen ist, darüber wurden die Munduruku-Häuptlinge nicht informiert.

Geschäfte zwischen alten Freunden

Auf der Webseite von REDD-Monitor, die die Autorin dieses Artikels wärmstens empfiehlt, schreibt der Journalist Chris Lang, dass Celestial Green Ventures im Juni 2011 eine Million unzertifizierte und freiwillige CO2-Verschmutzungsrechte (Carbon credits) an die in London ansässige Firma Industry RE verkauft hat. Doch die Verbindung zwischen diesen beiden Unternehmen besteht laut Informationen der Webseite von Industry RE bereits seit 2009: „ 2009 haben sich Industry RE und Celestial Green für ihr erstes REDD-Projekt zusammengeschlossen. Dazu gehörte der Kauf von Anteilen (97%) der brasilianischen Firma Capital First Management Bank Ltda., der 10.000 Hektar tropischen Regenwalds im brasilianischen Bundesstaat Rondônia gehören. CFMB gehörte auch eine Bergbaulizenz für die Goldsuche auf 4.300 Hektar dieses Landes. Durch den Kauf dieses Waldgebiets hat Celestial Green die Goldschürflizenz verfallen lassen und wird das Gebiet durch den Verkauf von CO2-Verschmutzungsrechten im Rahmen der REDD-Bestimmungen schützen.“

Die Munduruku haben unterdessen beschlossen, den REDD-Vertrag, der auf so fragwürdige Weise zustandekam, zu annulieren. „Sollte bereits Geld geflossen sein, dann wollen wir, dass es an das Unternehmen zurückgeht“, sagte Osmarino Mohoari Munduruku. 
Angesichts der in vielen Ländern vorkommenden korrupten und illegalen Machenschaften im Zusammenhang mit Vertragsunterzeichnungen seitens Indigener haben die Munduruku sogar noch Glück. Brasiliens Behörde für die Belange Indigener Völker, FUNAI, verkündete kürzlich, dass mehr als 30 solcher zwischen Indigenen und Unternehmen geschlossenen Verträge illegal und nichtig seien.

Ein Komitee der Munduruku hat beschlossen, der brasilianischen Regierung einen Bericht zu übergeben, der die Umstände dieser jüngsten Manipulation und Ausbeutung eines indigenen Volkes erläutert.

Auszüge des REDD-Vertrages, dessen Annullierung die Munduruku anstreben, sind auf Englisch von Earth Peoples veröffentlicht worden. (Munduruku REDD Vertrag in Englisch HIER)
Sie besagen, dass das Unternehmen Celestial Green Ventures für eine Dauer von 30 Jahren zur Durchführung von Analysen und technischer Studien aller Art berechtigt ist sowie den uneingeschränkten Zugang zu dem Gebiet erhält, um CO2-Zertifikate zu ermitteln. Dem Unternehmen werden ferner sämtliche Rechte an den CO2-Zertifikaten, einschließlich der Rechte an den Gewinnen aus der vorhandenen Biodiversität des Gebiets während der Vertragslaufzeit gewährt.

Osmarino Mohoari Munduruku wies darauf hin, dass der Vertrag auch besagt, dass der Besitzer zustimmt keinerlei Aktivitäten zu unternehmen, die den Wert der CO²-Zertifikate verringern könnte. Und dass ohne die Erlaubnis des Unternehmens, beispielsweise keine Gebäude errichtet, Bäume gefällt, Acker bebaut, Dämme angelegt oder Bodenschätze gehoben werden dürfen.

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Was ist REDD?
Der auf der Klimakonferenz in Montreal 2006 beschlossene REDD-Mechanismus (Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern) sollte einen Weg eröffnen, die weltweite Zerstörung des Waldbestandes, insbesondere der Primärwälder, zu stoppen. Doch viele zivilgesellschaftliche Organisationen stellen das neue Waldschutzinstrument in Frage. Sie befürchten erstens eine Verletzung der Menschenrechte indigener Gemeinschaften und halten eine monetäre Inwertsetzung von Natur für riskant.

Der Mechanismus weist dem im Holz gespeicherten Kohlenstoff einen ökonomischen Wert zu, wodurch ein globales Interesse am Waldschutz geschaffen werden soll. Das REDD-System fungiert als Bindeglied zwischen dem Europäischen Emissionshandel und dem Kyoto-Protokoll: Unternehmen können Reduktionszertifikate von Firmen, z.B. von Celestial Green Ventures erwerben, um ihre Auflagen im EU-Emissionssystem zu erfüllen. Firmen wie Celestial Green Ventures arbeiten als Zwischenhändler: Sie schließen einerseits Waldschutz-Verträge mit der lokalen Bevölkerung und verkaufen andererseits Reduktionszertifikate („Carbon credits“ ) an die Kohlenstoff emittierende Industrie.
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¿Qué defiende el Gobierno cuando defiende a Repsol?

Thursday, April 19th, 2012

Ecologistas en Acción

El Observatorio de la Deuda en la Globalización (ODG), el Observatorio de
las Multinacionales en América Latina (OMAL) y Ecologistas en Acción
denuncian que, con la defensa de Repsol, el Gobierno apuesta por el cambio
climático, el no respeto a los derechos humanos, la contaminación
ambiental, la pérdida de biodiversidad, la evasión de impuestos, un modelo
neocolonial de relaciones internacionales, la destrucción de empleos, los
intereses de muy pocas personas (muchas de las cuales no son españolas) y
un modelo energético obsoleto.

Repsol ha mostrado una absoluta indiferencia ante los derechos de las
poblaciones indígenas en América Latina. Sin salir de Argentina, en el
yacimiento de Cerro Bandera, los derechos de la comunidad mapuche Lonko
Purran fueron sistemáticamente violados. En el yacimiento de Loma de la
Lata sus habitantes, también mapuches, tienen hasta 17 metales pesados en
su sangre, sufren trastornos nerviosos, enfermedades en la piel y hasta se
han dado casos de anencefalia fetal. Por estos casos y otros similares, la
empresa fue juzgada y condenada por el Tribunal Permanente de los Pueblos
desde 2006.

Repsol es un agente importante en el calentamiento global. Las emisiones
directas de la compañía ascienden a unos 30 millones de toneladas de CO2
equivalente. Pero esto solo es una parte ínfima de su responsabilidad en
el cambio climático, ya que habría que sumarle las emisiones como
consecuencia de la quema de los combustibles fósiles que produce, lo que
supone más de 1.000 millones de toneladas de CO2 equivalente en un año.
Las emisiones totales del Estado español en un año están en torno a los
400 millones de toneladas de CO2 equivalente.

Repsol actúa activamente en la pérdida de biodiversidad. Sus actividades
extractivas están presentes en el Parque Nacional Madidi, Reserva de la
Biosfera Pilon Lajas, Parque Nacional Isiboro Sécure, Parque Nacional
Amboró, Parque Nacional Aguaragüe (todos en Bolivia), Parque Nacional
Yasuni (Ecuador), o la Reserva Llancanelo (Argentina).

Repsol pretendía explotar los recursos del campo argentino de Vaca Muerta,
recientemenete descubierto. Este campo contiene petróleo de esquisto. Para
extraer ese crudo es necesario inyectar en el subsuelo grandes cantidades
de substancias químicas, envenenándolo para siempre. Mientras otros
países, como Francia, han prohibido ésta práctica por sus graves impactos,
Repsol pretendía llevarla a cabo en Argentina. . . . . .

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Good News: Focus on the Global South has new Executive Director: Pablo Solon

Tuesday, April 17th, 2012

As many of you have heard, Focus on the Global South has been going through a transition. Financial realities have forced us to make some difficult decisions, including a significant cut in our staff size. At the same time we have been able to use this situation to re-examine our work in light of the crisis of international capitalism and related changes that have been occurring in the global economic and political systems, and I believe the result will make us a stronger and more effective member of the global justice movement over the coming years. As you may have already seen on our website, we are approaching these changes through our new programme, Whose New Asia? Understanding the political, economic, social and ecological challenges of the New Asia; building resistances, alternatives and solidarity.

It is in this atmosphere that I am very excited to announce that Focus on the Global South will be approaching this next stage under the leadership of our new Executive Director, Pablo Solon. Many of you already know Pablo through his extensive involvement in the global justice movement over the years, including years as a social activist involved in indigenous movements, workers’ unions, student associations, human rights and cultural organizations in his native Bolivia, and more recently as a tireless advocate for the rights of nature as the Bolivian ambassador to the United Nations.
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The Great Rainforest Heist

Tuesday, April 17th, 2012

by Dr. Glen Barry

The world’s pre-eminent environmental organizations, widely perceived as the leading advocates for rainforests and old growth, have for decades been actively promoting primary forest logging [search]. Groups like Greenpeace, Rainforest Action Network (RAN), The Nature Conservancy, Conservation International, World Wide Fund for Nature/World Wildlife Fund (WWF) and the Environmental Defense Fundactively promote industrially logging Earth’s last old forests. Through their support of the existing “Forest Stewardship Council” (FSC), and/or planned compromised “Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation” (REDD), they are at the forefront of destroying ancient forests for disposable consumer items – claiming it is “sustainable forest management” and “carbon forestry”.

Rainforest movement corruption is rampant as these big bureaucratic, corporatist NGOs conspire to log Earth’s last primary rainforests and other old growth forests. Collectively the “NGO Old Forest Sell-Outs” are greenwashing FSC’s destruction of over 300,000,000 acres of old forests, destroying an area of primary rainforests and other old forests the size of South Africa (two times the size of Texas)! FSC and its members have built a massive market for continued business as usual industrially harvested primary forest timbers – with minor, cosmetic changes – certifying as acceptable murdering old forests and their life for consumption of products ranging from toilet paper to lawn furniture. Some 70% of FSC products contain primary forest timbers, and as little as 10% of any product must be from certified sources.

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Indigenous Peoples from around the World agree on solidarity: RIO+20

Tuesday, April 17th, 2012

Indigenous Peoples Caucus

3rd Intersessional Meeting of the Preparatory Process for the United Nations Conference on Sustainable Development (UNCSD)

March 26-27, 2012

New York

We, indigenous peoples representatives meeting together as an indigenous peoples caucus during the 3rd Intersessional meeting of the UNCSD, after a thorough discussion of urgent issues and concerns affecting indigenous peoples activities related to the Rio+20 process, resolve and agree to the following points:

1. We will take efforts to build solidarity among the different Brazilian IP organizations and regional networks in Latin America in the spirit of reconciliation, and seek the help of some of our brothers and sisters in this effort [Tom Goldtooth (IEN), Vicky Tauli-Corpuz (Tebtebba) and Miguel Palacin (CAOI);]

2. We uphold and support the messages and agreements of the Manaus Declaration “INDIGENOUS PEOPLES IN ROUTE TO THE RIO + 20 CONFERENCE” made during the Global preparatory meeting of Indigenous Peoples on Rio + 20 and Kari-Oca 2 on August 22- 24, 2011 in Manaus, Brazil. This declaration includes the agreement to “organize Kari-Oca 2 as a global conference of Indigenous Peoples where we will share our efforts to implement development with identity and culture or our self- determined development, … and endeavour to reach a consensus on themes and issues of Rio +20.”

3. We appreciate the ongoing efforts and hard work of the Inter-Tribal Council to prepare a site for Kari-Oca 2 in Rio de Janeiro, Brazil in accordance with the agreements reached during the Manaus meeting. We therefore urge the Global IP Steering Committee to support this effort and maximize the site being prepared for the Kari-Oca 2 Global Conference of indigenous peoples.

4. We further urge the Global IP Steering Committee to coordinate and harmonize the various indigenous peoples’ initiatives in Rio and come up with a common, unified calendar of activities for indigenous peoples during Rio+20 and Kari-Oca 2.

This will ensure that indigenous peoples will project a strong and united voice on the themes and issues related to Rio +20.

Agreed by the Indigenous Peoples Caucus with representatives from Latin America, North America, Africa and Asia on May 27, 2012, New York.

Cupula dos Povos Rio+20: Inscriçoes

Monday, April 9th, 2012

Informamos que desde a tarde de ontem estão abertas inscriçoes para territórios do futuro (espaço de Alternativas e soluções dos povos) e atividades autogestionadas:
inscriçoes

Atenciosamente

Secretaria Operativa/Articulaçao internacional
Cupula dos Povos
55-21-2148-2730 / 2148-2733

Rio+20 Peoples Summit: REGISTRATION Now Open

Monday, April 9th, 2012

Please note that the register for self organized activities, and activities of the “future territories” (spaces for popular alternatives and solutions) is open: Register here

In solidarity

Rio+20 Peoples Summit Office
55-21-2148-2730 / 2148-2733

Cumbre de los Pueblos de Río +20 : Registro

Monday, April 9th, 2012

Informamos que desde ayer por la tarde las inscripciones para las actividades autogestionadas y aquellas a realizarse en los “Territorios del futuro” (espacio de alternativas y soluciones de los pueblos) están abiertas:
inscricoes

Saludos fraternales

Secretaria Cumbre de los Pueblos de Río +20
55-21-2148-2730 / 2148-2733